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Wort zum Sonntag
Das Wort zum Sonntag - Gedanken und Impulse zum Wochenende
Die Liebe zählt

„Worauf sollen wir hören, sag uns worauf? So viele Geräusche, welches ist wichtig? So viele Beweise, welcher ist richtig? So viele Reden!“ Dieser Text von Lothar Zenetti findet sich im alten Gotteslob der katholischen Kirche (Nr. 623). Auch wenn er im Jahr 1971 verfasst wurde, so sind die Fragen auch heute noch unsere Fragen. Die erste Strophe gibt als Antwort: „E i n Wort ist wahr.“ Dieses Wort ist das menschgewordene Wort Gottes, Jesus Christus. Doch kann und soll man diesem Wort Gottes nicht unvorbereitet begegnen. Darum gab es den Propheten Jesaja, der es verheißt und Johannes den Täufer, der es ausführt. Die Stimmen, die den Weg des Herrn bahnen. Wer die biblischen Texte wirklich mit bereitem Herzen anhört oder liest, kann immer wieder neues darin entdecken. Dieses Wort Gottes kann dann ein unerwartetes, überraschendes Geschenk bereithalten, im Gegensatz zu den meisten Weihnachtsgeschenken, die man bekommt.

Diese Bereitschaft und Offenheit für Neues im Altbekannten mag schwieriger sein in einer Welt, in der sich so schnell alles verändert. Irgendwo sehnt man sich auch nach Konstanten. Die Adventszeit und Weihnachten sind (scheinbar) dafür eine Gelegenheit. Man macht alles so, wie man es immer getan hat. Für das Plätzchenbacken und Liedersingen im Kreise der Familie mag das auch gut und schön sein. Die frohe Botschaft ist zwar auch immer die gleiche, aber es wäre fatal, wenn wir nie etwas Neues heraus hören würden. Die Menschen zur Zeit Jesu hörten die alten Geschichten der Väter ebenfalls durch Christus ganz neu. Dem Herrn den Weg zu bereiten heißt also, darauf gefasst zu sein, dass das Evangelium die Kraft besitzt, auch nach dem tausendsten Hören noch eine lebensveränderte Botschaft zu enthalten. Lothar Zenetti fragt im weiteren Text des Liedes nach den Parolen, Gedanken und Programmen, welche sind wichtig und welche richtig. Und endet in der letzten Strophen mit dem Satz: „Die Liebe zählt.“

Einen gesegneten zweiten Adventssonntag wünscht Ihnen

Ullrich Birkner, Bad Fredeburg, Pastor im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe


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